WordPress Debug Modus aktivieren & verstehen – inkl. Plugin-Tipps

WordPress Debug Modus
Inhaltsverzeichnis

Wenn deine WordPress-Website plötzlich weiße Seiten zeigt, Plugins nicht mehr funktionieren oder Fehler zeigt, hilft Dir der WordPress Debug Modus. Mit ihm kannst du Probleme sichtbar machen, analysieren und lösen. In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du den Debug-Modus aktivierst – manuell oder mit Plugin – und Fehler nachhaltig behebst. Auch als Einsteiger wirst du am Ende genau wissen, was zu tun ist.

Was ist der WordPress Debug Modus?

„Debugging“ heißt wörtlich übersetzt: „Fehler beseitigen“. In der Webentwicklung bedeutet es, Probleme im Code oder in der Funktionalität deiner Website zu erkennen und zu analysieren. Der Debug Modus ist also ein Werkzeug, mit dem du gezielt Fehlermeldungen sichtbar machst, die dir sonst verborgen bleiben.

Wozu dient der Debug Modus in WordPress konkret?

WordPress ist ein komplexes System aus Core-Dateien, Themes und Plugins. Wenn es hier zu Fehlern kommt, zeigt die Website oft nur ein allgemeines „Es ist ein kritischer Fehler aufgetreten“. Der Debug Modus liefert dir stattdessen präzise Hinweise, welche Datei oder Funktion betroffen ist – Gold wert für die Fehlersuche!

Welche typischen Fehler lassen sich damit finden und beheben?

Mit dem Debug-Modus kannst du unter anderem:

  • PHP-Fehler und Warnungen sehen

  • Probleme mit Themes oder Plugins erkennen

  • Datenbank-Fehlermeldungen aufspüren

  • Deprecated-Funktionen (veraltete Funktionen) entdecken

So lässt sich genau feststellen, was deine Website ausbremst oder abstürzen lässt.

WordPress Debug Modus aktivieren – So geht’s manuell

Die Datei wp-config.php ist das technische Herzstück deiner WordPress-Installation. Sie befindet sich im Hauptverzeichnis deiner Website und steuert grundlegende Funktionen – darunter auch den Debug-Modus. Um Änderungen vorzunehmen, brauchst du FTP-Zugriff oder einen Datei-Manager über dein Hosting-Panel.

Debug Codezeige WordPress

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur manuellen Aktivierung

Öffne die Datei wp-config.php mit einem Editor (z. B. Notepad++ oder direkt im Hosting-Panel).

Suche folgende Zeile:

				
					define('WP_DEBUG', false);  

				
			

 Ändere die Zeile zu:

				
					define('WP_DEBUG', true);  
define('WP_DEBUG_LOG', true);  
define('WP_DEBUG_DISPLAY', false);  

				
			

Speichere die Datei und lade sie erneut hoch.

Diese Konfiguration sorgt dafür, dass Fehler nicht auf der Website angezeigt, sondern in einer Log-Datei gespeichert werden. Diese findest du unter:
/wp-content/debug.log

WordPress Log Files

Debug-Modus wieder deaktivieren – so bleibt deine Seite sicher

Vergiss nicht: Nach der Fehleranalyse solltest du den Debug-Modus wieder ausschalten! Belässt du ihn aktiv, könnten Besucher sensible Informationen zu deiner Website sehen – ein Sicherheitsrisiko.

Ändere dazu die Zeile wieder zurück auf:

				
					define('WP_DEBUG', false);  

				
			

Fehlerprotokolle in WordPress lesen und verstehen

Sobald du den Debug-Modus aktiviert hast, werden die Fehlermeldungen in der Datei debug.log gespeichert. Diese findest du im Ordner /wp-content/. Du kannst sie über dein Hosting-Panel, per FTP oder einem Plugin wie „File Manager“ öffnen.

WordPress Log Files

📋 Wie lese ich die Fehlermeldungen richtig?

Ein typischer Log-Eintrag sieht so aus:

				
					[24-Mar-2025 13:45:02 UTC] PHP Warning:  Undefined variable $foo in /home/user/public_html/wp-content/themes/twentytwentyone/functions.php on line 54

				
			

Diese Angaben helfen dir:

  • Datum und Uhrzeit der Fehlermeldung

  • Art des Fehlers (Warning, Notice, Error)

  • Dateipfad und betroffene Zeile

Du weißt also sofort, welche Datei du überprüfen musst.

Plugin-Empfehlung: Query Monitor oder WP Debugging

Zwei beliebte Tools für die Fehlersuche in WordPress mit Plugin:

  1. Query Monitor – zeigt Datenbankanfragen, PHP-Fehler, Hooks und vieles mehr.

  2. WP Debugging – aktiviert automatisch WP_DEBUG, WP_DEBUG_LOG und andere wichtige Einstellungen.

Beide Plugins findest du im offiziellen WordPress Plugin-Verzeichnis.

WP Query Monitor Plugin

Per Plugin debuggen – einfache Lösung für Einsteiger

Gerade für technisch weniger versierte Nutzer ist der manuelle Weg oft zu kompliziert. Plugins übernehmen das für dich – ohne Code und ohne Risiken.

Vorteile:

  • Kein FTP-Zugriff notwendig

  • Benutzerfreundliche Oberfläche

  • Live-Fehleranzeige direkt im Backend

Nachteile:

  • Plugins können selbst Fehler verursachen

  • Leicht höhere Serverbelastung bei Dauerbetrieb

Plugin-Empfehlung: Query Monitor oder WP Debugging

Zwei beliebte Tools für die Fehlersuche in WordPress mit Plugin:

  1. Query Monitor – zeigt Datenbankanfragen, PHP-Fehler, Hooks und vieles mehr.

  2. WP Debugging – aktiviert automatisch WP_DEBUG, WP_DEBUG_LOG und andere wichtige Einstellungen.

Beide Plugins findest du im offiziellen WordPress Plugin-Verzeichnis.

So nutzt du ein Plugin zur schnellen Fehlerdiagnose

Installation:

  1. Gehe ins WordPress-Backend: Plugins → Installieren

  2. Suche nach „Query Monitor“ oder „WP Debugging“

  3. Klicke auf Jetzt installieren und Aktivieren

Verwendung:

  • Öffne beliebige Seiten deiner Website

  • Im Admin-Menü erscheint ein neuer Punkt mit Fehlerauswertungen

  • Dort siehst du alle aktiven Fehler, Warnungen und langsame Datenbankabfragen

Ein Plugin wie Query Monitor kann dich auch auf langsame Plugins oder nicht geladene Skripte hinweisen – extrem hilfreich!

Fazit: Fehler finden, beheben und WordPress besser verstehen

Mit dem WordPress Debug Modus machst du unsichtbare Fehler sichtbar. Ob du dich für die manuelle Methode per wp-config.php oder ein Plugin entscheidest – beides ist in wenigen Minuten erledigt. Wichtig ist nur: Nutze Debugging als Werkzeug, nicht als Dauerlösung.

Wenn du weißt, wo das Problem liegt, ist der Weg zur Lösung oft nicht mehr weit. Und das Beste: Du lernst deine WordPress-Website auf eine ganz neue Weise kennen!

📚 Quellen & empfohlene Ressourcen

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Joey Fleck
Joey ist seit mehr als 10 Jahren WordPress & Online-Marketing Experte. Er liebt es neue Tools zu finden und glaubt nur seriösen Tracking-Daten. In den letzten Jahren hat er zahlreiche WordPress Projekte umgesetzt, begleitet und optimiert.

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